Montag, 28. September 2009

angekommen...

Das ist ein Blog, auf dem ich meiner Familie und meinen Freunden ein bisschen mein Leben während meines Auslandssemesters in Polen näher bringen moechte, ich bin hier mit meiner Komiltonin Sabine (bine).
los geht es natürlich mit dem Bericht über meine Anreise:

.... seit gestern morgen 9.10Uhr bin ich nun schon in Lublin und erst jetzt kann ich Internet nutzen und das nicht mal im wh denn es ist alles bisschen anders als gedacht. aber von anfang an:
samstag um 17:28Uhr fuhr unser Zug nach Breslau ab, Bines eltern standen bis zur letzten sekunde am bahnsteig während meine schon etwas früher gegangen waren, sie wollten den abschied nicht in die länge ziehen. dann setzte sich der zug in bewegung. erstmal ging es nach bautzen, dann nach goerlitz. auf der fahrt hatten wir ein paar stark betrunkene dynamo.dresden.fans an bord, die waren etwas laut aber irgendwie haben sie mich auch von meiner angst und traurigkeit abgelenkt. einer der fans kam sogar an und unterhielt sich mit mir.. war nur lapidares zeug aber irgendwie gar nicht so unangenehm. als wir goerlitz erreichten stiegen sie alle aus, auch die voellig zugedroehnte polin, die zuvor für die dynamo.fans getanzt hatte..
dann ging es weiter nach zgorzelec und quer durch Polen.
in breslau waren wir dann kurz nach 21Uhr, unser komilitonen anne und manuel haben uns abgeholt und wir verbrachten 2 stunden im macdonald's. anne und manuel verbringen ihr auslandssemster an der uni in breslau.
dann begann der für mich aufregendste teil der reise: die fahrt im nachtzug nach warschau:wir hatten ein abteil für uns, ein abteil besteht aus 6 liegen, 3 links und 3 rechts, sozusagen ein trippelstockbett, versteht ihr? ich schlief ganz oben, es war ein akrobatische akt da hoch zu kommen! bine schlief ganz unten. wir hatten auch einen netten älteren polen, der uns alles erklärte. wir gingen dann also schlafen.. man liegt da also.. der zug rollt, es knackt und schaukelt. ab und zu haelt der zug.. dann hoert man lautsprecherdurchsagen, dann einen pfiff und weiter gehts... ich fand es irgendwie cool auch wenn ich nur 4 stunden geschlafen habe. pünktlich 5:30Uhr wurden wir vom netten polen geweckt, packten zusammen und erreichten im morgengrauen warschau. da standen wir dann auf einem taubenreichen bahnsteig : / und warteten auf den zug nach lublin. dieser kam kurz nach halb 7 und war total überfüllt. wir saßen auf bines koffer direkt neben der tür mit nervigen prolligen polnischen jungen männern. ich hoerte immer nur "kurwa" (liebstes schmipfwort der polen: "scheiße", "hure",kann man immer anwenden). 2 stunden später waren wir dann endlich am ziel. mit einem antiken taxi ging es zum wh und dann wurde es sehr ... spannend. an der rezeption: eine frau, die nur polnisch sprach und das ist hier immer so! allgemein spricht kaum jemand in lublin (gut)englisch

.. wir uns also halbwegs auf polnisch verständigt. mit den schluesseln fuhren wir in den 7. und 8. stock und was war da???? eine riesige baustelle!! unser wh ist eine einzige baustelle, überall schutt, staub, halbfertige zimmer. so auch unsere: sie hatten nur zwei betten und ansonsten viel weißen staub . also beschwerte ich mich und da wurde uns dann ein unrenoviertes doppelzimmer gegeben (mit dem versprechen, dass unsere eigentlichen zimmer heute fertig sein werden).
bine und ich leben jetzt auf ca. 10qm in einem gemeinsamen zimmer und teilen uns mit 6 leuten ein bad, ist das nich klasse? jedenfalls haben wir dann beide ertsmal paar stunden geschlafen und dann noch bisschen unser stadtviertel und eine schoene shopping-mall erkundet.

heute waren wir beim erasmusmeeting: die anderen leute sprechen sehr schlecht englisch und die meisten kein polnisch. es sind italiener, franzosen und ein tscheche, ein rumäne und eine bulgarin, beim gemeinsamen mittagessen und einer anschließend campus-tour unterhielten wir uns etwas, sind sicher nette leute dabei. dann gingen wir hoffnungsvoll zurück ins wh.. unsere zimmer sollten ja fertig sein aber nein.. wir muessen noch bis spätestens 1. oktober warten. die enttäuschung hat mich ganz schoen hart getroffen, ich haette nur heulen koennen aber inzwischen bin ich schon etwas entpannter und hoffe auf den 1.oktober.

ich mag lublin übrigens, alles so schoen herbstlich hier, habe allerdings noch nich viel von der stadt gesehen, aber es ist irgendwie alles bis jetzt sympathisch.

liebe grüße.
steffi
ich wollte noch ein video reinstellen aber das hochladen dauert ewig.. mache ich mal wenn ich im wh internet habe