Mittwoch, 3. Februar 2010

Pferde, Hauptstadt und Co...

Wie man merkt, ist seit dem letzten Eintrag wieder eine Menge Zeit vergangen. Inzwischen sind die Prüfungen alle erfolgreich bestanden, die wichtigen Dokumente für Zittau ausgefüllt und die Zeit an der UMCS-Lublin ist Geschichte. Bine lebt schon wieder in Deutschland und ich reise nächste Woche Freitag auch wieder ab.

Die letzten Wochen vergingen wie im Fluge und waren sehr schoen, erstmal musste ich mich jedoch schweren Herzens von Natalia verabschieden, die mir letztenendes doch sehr nahe stand bzw. steht und ich werde sie auf jeden Fall mal besuchen. Seit dem lebe ich allein in unserem schoenen, großen Zimmer. Ich bin jedoch nicht einsam, da mir Karol(und Marcin) Gesellschaft leisten, ich Freunde treffe und viel unterwegs bin. Letztes Wochenende zum Beispiel mal wieder auf dem geliebten Reiterhof. Diesmal war es nicht sehr kalt und ich bekam natürlich wieder die riesige Filadelfia, die sich ganz einwandfrei betragen hat. Ich habe sie erst (und die anderen Vierbeiner) gefüttert und dann geputzt. Das Satteln und Zäumen musste eine Expertin übernehmen. Dann ging es auf den Reitplatz, an der Longe trabten Fila und ich durch den Schnee und am Ende der Stunde wurde ein Traum wahr: ich durfte zum ersten Mal ohne Longe reiten. Nur Filadeflia und ich, das Lenken war nicht einfach, aber mir gelang es, sowohl im Kreis, als auch entlang des ganzen Reitplatzvierecks zu reiten, ich wurde nicht abgeworfen und dufte anschließend eigenhändig mein Pferd in die Box führen. Das war einer der schoensten Tage des Auslandssemesters!






Außerdem habe ich mich dazu überreden lassen, als Werbefigur für das Erasmusprogramm mit 2 weiteren polnischen, nicht deutschsprachigen Studenten(vom ESN, der sich um Erasmusstudenten kuemmert) ab und zu in einem Lubliner Gymnasium eine Schulstunde zu gestalten. Die Schueler erhalten seit ein paar Jahren Deutschunterricht und entgegen meiner Erwartungen muss ich fast fast eine ganze Schulstunde leiten, was mich große Überwindung kostet, da die Schüler nicht viel verstehen und ich nun mal kein Pädagoge bin. Bis jetzt war es ganz ok, am Anfang waren manche Schueler etwas irritiert und ihre Gesichter verunsicherten mich stark, aber ich habe nun mal versprochen, da mitzumachen und leider bin ich die einzige. -Zuerst wird über das Erasmusprgramm gesprochen und dann erzähle ich auf Deutsch von mir und Deutschland und versuche, mich mit den Schuelern zu unterhalten, zum Anschluss spielen wir Woerterraten. Im letzten Drittel der Stunde hatte ich bis jetzt immer Spaß, da die Schueler zu dem Zeitpunkt aufgetaut waren.

Natürlich musste ich mir auch noch die Hauptstadt Polens ansehen und da mich eine Freundin (Anna) eingeladen hatte, war ich 2 Tage in Warschau. Ich bin also Montagnachmittag mit dem Zug hingefahren, die üblichen 2 Stunden und 44 Minuten, und wurde von Anna am Bahnhof abgeholt. Nachdem wir mein Gepäck in das Wohnhheimzimmer ihres Freundes geschafft hatte, liefen wir durch die Stadt, leider war es recht neblig und natürlich auch schnell dunkel, aber der Kulturpalast und die Hochhäuser haben mich trotzdem beeindruckt. In Warschau herrscht ein interessanter Gebäudemix: ganz alte Häuser, dann natürlich die typisch sozialistischen und als Kroenung sehr moderne Gebäude (z.B. viele Wolkenkratzer, die an New York erinnern.


(im Hintergrund der Kulturpalast)


















Wir waren in vielen verschiedenen Geschäften, haben Klaviermusik in einem Klaviergeschäft gehoert und kleine Kaninchen im Zooladen gestreichelt. Später gesellte sich Annas Freund Michał zu uns und wir haben Pizza gegessen und den leicht fallenden Schnee genossen. Spaeter waren wir dann alle im Wohnheimzimmer: Anna, Michał, sein Mitbewohner und ich, haben den Film "Die Welle" geschaut und warmes Kirschkompott made by Michałs Mutter verspeist- war schoen! : )


Die Nacht zu viert in dem kleinen Zimmer war total problemlos und am Morgen gab es Brot mit Lachs (seit ich in Polen bin mag ich rohen Lachs ; )) und wir sind gleich in im Anschluss in die Stadt gefahren. Die Stadt lag wieder im Nebel und ab und zu schneite es, aber kalt war es nicht, also sind wir viel und weit gelaufen, Eindrücke: der Palast des Praesidenten, die weiteren Regierungsgebäude, die Altstadt, das Schloss, Tauben und der Markt, ein Skifahrer, die fast zugefrorene Weichsel, Brücken, viele Kräne und ein Bus, der einfach nicht anhielt und an uns vorbeifuhr, obwohl wir an der Haltestelle standen, winkten und dem Bus hinterherrannten und dann im anschluss noch ein riesiges Einkaufszentrum, in dem wir gut gegessen haben, ein wenig shoppten und viel spaß hatten!









die rückfahrt war etwas nervig, da der zug eine halbe stunde länger brauchte, da es probleme auf den gleisen gab.

es war jedenfalls einfach schoen, in dieser riesigen Stadt zu sein. sie ist nicht wirklich die schoenste, die ich jemals gesehen habe, hat aber auf jeden fall charme und besonders im sommer, wenn man auch ein wenig grün sieht, ist sie sicher noch huebscher.

heute schneit es so vor sich hin und ich bleibe entspannt im wohnheim. irgendwann nächste woche muss ich dann mit packen beginnen aber vorher moechte ich auf jeden fall noch ein paar gute freunde treffen, hoffentlich mit meiner semesterarbeit beginnen und einfach Polen genießen!
grüße aus Lublin!

Samstag, 16. Januar 2010

die letzten wochen in Lublin

heute ist nun schon der 16. januar 2010 und meine zeit in polen neigt sich dem ende zu.
seit dem 02.januar bin ich nun wieder zurück und es folgten die gewohnnten tagesabläufe mit seminaren, vorlesungen und polnischunterricht, ich war im kino, viel im schnee und habe meine mitbewohnerin, die durch einen gebrochenen knoechel stark eingeschränkt ist unterstützt. hier ist es jetzt immer recht kalt (stets unter 0) und es wird recht sporadisch geräumt und fast gar nicht gestreut. man rutscht so vor sich hin.. aber der schnee ist trotzdem schoen:




vor 2 wochen begann dann die prüfungszeit. die erste prüfung habe ich als abschluss des sprachkurses abgelegt. es war eine 4- oder 5-seitige schriftliche prüfung, welche ich mit einer 4+, also einer deutschen 2+ bestanden habe. wer meine polnischkenntnisse kennt kann sich denken, wie gut das für mich ist. ich habe im sprachkurs wirklich vieles wiederholt, was mir sehr geholfen hat und am ende war es eben doch alles nicht mhr so schwer.
letzte woche folgte ein englischtest, für den ich dank monis vokabelprogramm gut lernen konnte, ich denke, der sollte bestanden sein und damit auch das fach, denn mitarbeit, eine präsentation in der nächste woche und eine textzusammenfassung fließen auch mit ein. dass der erfolgreiche abschluss eines faches nicht nur von einem test abhängt koennte für mich noch hilfreich sein, da ich eine weitere prüfung sicherlich verhauen habe, diese war zur british culture und leider wusste ich einfach zu wenig zu politik und dem wahlsystem : / aber im moment ist es mir ausnahmsweise (und komsicherweise) egal, da ich bis dienstag auf ein ergebnis warten muss und ich erstmals mein wochenende genieße, das heißt: filme gucken, musik hoeren, schlemmen, reiten, übersetzen, 22 werden, mit luise an ihrem arbeitsplatz (eine begnungsstätte außerhalb lublins) weihnachtslieder singen und den sonntagnachmittag verbingen (in polen endet die weihnachtszeit am 2.februar) und weiter übersetzen.
heute war ich beim lubliner reitverein, einem anderen reiterhof als sonst-viel groeßer.diesmal musste ich für meine stunde bezahlen. ich war mit agnieszka aus dem deutschkurs 3 stunden auf dem hof, meine tätigkeiten: "mein" riesenpferd "filadelfia" putzen( widerrist: bestimmt 2 meter!)und hufe einfetten, pferde kraulen und fotografieren bis meine haende so kalt waren, dass ich den ausloeser nicht mehr bedienen konnte, an der longe traben und anschließend, damit meine haende nicht abfrieren, beim strohauslegen helfen.es war aber auch wirklich kalt(-10°C).
die arme agnieszka ist ist heute vom pferd gefallen, mitten im galopp ist die stute gerutscht und agnieszka flog über ihren kopf hinweg auf den verschneiten reitplatzboden, ganz schoener schreck aber sie scheint es gut verkraftet zu haben.
ich habe mich ganz gut gehalten, bin auch selbstständig aufs pferd gekommen und am ende wieder abgesprungen (man kann es nicht absteigen nennen.. bei so nem riesen!). anschließend wieder im wohnheim war ich ziemlich fertig, habe noch schnell meine wäsche in eine waschmaschine gestopft, heiß geduscht und doener gegessen : )( ein polnischer doener wird sehr schnell zubereitet und riecht immer leicht nach zimt und ist nciht so extrem mit soße überflutet)







in der nächsten woche habe ich das letzte mal meine seminare und vorlesungen, dann am kommenden montag noch eine prüfung und dann ist schluss. ich bleibe noch ein wenig im land, muss auch noch die semesterarbeit anfangen, aber das semester an sich ist vorbei. sehr schade! ich mag mein lublin seehr! die stadt ist einfach perfekt! meine mitbewohnerin natalia fährt am donnerstag oder freitag nach hause und kommt es erst im nächsten semester zurück. sie hat schon große angst vor ihrer neuen mitbwohnerin. sie sagt oft, dass sie es sehr schade findet, dass ich nicht bleibe. wir haben uns oft angezickt aber im großen ganzen leben wir in einer gut funktionierenden gemeinschaft die mir natürlich auch fehlen wird!
noch etwa 2 wochen bleiben mir und mal sehen, was sich ergibt but for now:
bis bald.

Montag, 30. November 2009

das wochenende: Hoch zu Ross und "tief" zu Fuß

Da das wochenende so wunderbar sonnig war, habe ich jeden Tag genutzt und im Freien verbracht. Am Freitagabend war erstmal Antrzejki, das ist ein polnischer Feiertag, dem Namen nach eigentlich nur der Namenstag aller Menschen, die Antrzej heißen aber es werden allgemein viele Parties an diesem Tag gefeiert. ich war bei einer erasmusveranstaltung und habe mich an alten polnischen Spielen erfreut.
Es wurden linke Schuhe in einer reihe gestellt, dann wieder weitergerückt, und der schuh, der zuerst an einer türschwelle ankam, sollte der person gehoeren, die nächstes jahr heiraten wird! es gab wahrsagerinen und kartenleser, ich habe mir aus der hand lesen lassen und anhand eines Horoskops erfahren, dass ich "ein einsamer wolf" bin, dabei aber sehr kreativ, sensibel und individuell. der abend war schoen, am ende jedoch war mir das lokal viel zu verraucht und ich bin mit kopfschmerzen zu bett gegangen.
am samstag bin ich wieder mit marlena auf den reiterhof gefahren. ich bin wirklich sehr gern mit den pferden zusammen, sie sind so gut und schoen, so warm, weich und anmutig! wir haben wieder zu erst die roesser von der weide geholt, dann sind sie trinken gegangen, wenn sie wollten und anschließend haben wir sie in ihre boxen geführt, um sie dort mit einer art kleie, brot und moehren zu füttern. dann eine kleine pause mit katzenfotosession und sitzen am feuer und dann bin ich wieder an der longe geritten (nachdem ich meinen hengst geputzt und gesattelt habe). diesmals ging es besser, auch wenn ich ich ein anderes, etwas stoerrisches pferd hatte. ich bin jedenfalls viel einfacher in den sattel gekommen, konnte im trab den rythmus halten und habe kaum muskelkater. hier ein paar fotos: (ich habe natürlich von diesen vergangenen wochen noch viel mehr fotos aber die zeige ich dann bei bedarf gern über weihnachten in dresden




und natürlich noch Marlena, meine gedulige lehrerin.



es ist sehr schade, dass ich mich mit den leuten dort nicht wirklich unterhalten kann, sie scheinen eine kleine, nette gemeinschaft zu sein, aber ich scheitere mal wieder an der sprachbarriere! ich spreche eigentlich schon viiel besser, aber der gegenüber muss halt englisch- oder deutschkenntnisse und viel geduld besitzen!

am späten nachmittag bin ich dann wieder ziemlich verdreckt und müde mit dem bus nach hause gefahren, habe mir spaghetti mit soße gekocht (mit echten tomaten und einer zwiebel) und später einer freundin noch bisschen englischunterricht gegeben.

am sonntag war ich den ganzen tag mit lusie spazieren. sie hat auch mal in zittau studiert, ist jetzt aber diplomübersetzerin : ) und trainiert ihr polnisch in lublin.
es war traumhaftes wetter und wir haben uns gut verstanden. wir waren auch noch heiße schokolade trinken, diese war ganz dickflüssig und extrem lecker aber auch sehr sättigend! der tag endete damit, dass wir von der polizei angeschnauzt wurden, weil wir nicht über den zebrastreifen gelaufen sind. als ob den die autofahrer beachten würden! luise hat der strengen polizistin erzählt, wir seien erst 1 woche in polen und man müsse in deutschland auch über keine zebrastreifen laufen. war sehr amüsant.


vor der altstadt.

hoechst verlockend!

abends habe ich noch wäsche gewaschen, telefoniert und lange gechattet.
und heute ging es wieder früh raus und ich habe einen langen unitag hinter mir. gerade wurde mir von meinem mitbewohner berichtet, dass mich eine freundin seiner mutter einlädt, um mit ihrer tochter deutsch zu reden. komische vorstellung, ich kenn die ja gar nicht, aber ich weiß schon, dass sich die deutschstudenten aus lublin immer sehr über muttersprachler freuen.
der unitag endete übrigens zum glück wieimmer mit meinem liebsten seminar: jiddish!
in diesem sinne: seid gesund (jiddisher abschiedsgruß, schreibweise bzw. buchstaben eingedeutscht)
st.k.

Sonntag, 22. November 2009

Polnische Gastfreundlichkeit oder: Ich werde nie wieder essen!

hey ihr alle.
ich hatte heute einen sehr polnischen tag und finde, da muss ich euch gleich davon berichten.
die woche war bis auf einen lustigen anruf mit foto von der familie von zu hause recht unspektakulär.
also gleich zum wochenende. am freitag abend habe ich mit karol und natalia lecker pizza bestellt und gestern habe ich janine(aus bremen) vom polnischkurs getroffen. sie macht ein FSJ als deutschlehrerin an einer grundschule in świdnik, das ist gleich bei lublin und ne haessliche stadt aus den 50ern.das einzig tolle is ein hubschrauber, der mitten auf einer verkehrsinsel (heißt das rasenstück in mitten einer straße so ?) steht, da die stadt für die hubschrauberproduktion bekannt ist!
janinie tat mir jedenfalls bisschen leid, so ganz allein dort.. aber wir haben einen schoenen nachmittag gehabt und sehr viel geredet und uns auch traumhochzeit auf polnisch im fernsehen angesehen. : ) der bus der mich nach świdnik brachte war uebrigens der kleinste und ueberfuellteste bus der welt. es war eine art mini-transporter und die achsen krazten foermlich die straße !!!!




fotos vom samstag. ein netter park, ein tolles treppenhaus, mein liebstes shoppingcentre "Lublin Plaza"

und ein toller friedhof

sonntag: heute mittag war ich bei meiner mentorin ania zu hause zum mittagessen eingeladen, vielleicht habe ich schon mal erwähnt, dass wir nicht so dicke sind. sie ist sicher nicht unfreundlich, aber ein bisschen etepetete und sehr distanziert. deshalb war ich wahnsinnig nervoes und mir war auch ganz schoen flau zumute. jedendfalls hat sich aber überraschender weise (; ))rausgestellt, dass sie eine sehr sympathische familie hat. sie lebt in einem neuen viertel von lublin, ein reihenhaus. total luxeriös, aber doch persoenlich und schoen. mit kamin, 2 baedern, garten, balkon und alles war bzw. ist wirklich vom feinsten!
anias eltern waren dabei und ihre schwester agnieszka und wir haben so viel gegessen, dass ich wirklich nicht fassen kann, wie ich das geschafft habe. zu erst gab es huehnersuppe, dazu wasser und weißwein. dann huehnchen mit obst und nuessen (alles im ofen gebraten)... seeehr lecker!, huehnerbeine, reis, kartoffeln, salat, pfirsichhälften mit preiselpeeren. dann apfelkuchen (traditionelles dessert) und muffins, dazu tee. und dann noch eis mit schokolade, likör und obst! die mutter hat sich unglaublich viel mühe gemacht und ich weiß gar nicht, ob meine 1000 "dziękuję" ueberhaupt ausgereicht haben. wir haben uns auch gut unterhalten, hauptsaechich auf polnisch und mein akzent wurde wieder gelobt. aber was nuetzt mir ein guter akzent bei einem minmalen wortschatz? irgendwie ging es aber. danach waren wir noch spazieren und ich wurde an die bushaltestelle begleitet. die mutter hat mir auch noch kuchen mitgegeben. : )
anias familie ist wirklich prima, ihre schwester sehr nett aber sie waren auch nicht extreeeem herzlich, so wie ania eben, nur etwas netter : ) die mutter empfand ich jedoch als typisch polnisch: herzlich, lieb, gut.
hier ein paar fotos.. ania ist die linke schwester, die auch auf dem sofa sitzt.






jetzt mache ich hausaufgaben.
alles gute udn take care.

Montag, 16. November 2009

Byłam w górach. (ich war im gebirge..: ))

hallo an alle.
ich melde mich mal wieder, um von meinem wochenende zu berichten. zuvor ein kleiner überblick: die letzten zwei wochen an sich waren sehr „polnisch“ ; ). Ich habe den studentischen reiterhof besucht. eine meiner jetzigen komilitoninen, die mal an meiner HS in zittau erasmusstudentin war, hat mich lieber weise mitgenommen. das wetter war schlecht und der boden schlammig aber mir war es ganz egal: ich durfte pferde von der weide in den stall führen, sie anschließend tränken und füttern und dann einen schimmel namens „Sad“ (im woerterbuch habe ich nur „garten“ als übersetzung gefunden.. ) striegeln, satteln und reiten. natürlich an der longe… aber teilweise freihändig und ohne steigbügel. und sich dann auch noch auf dem trabenden pferd zu den ohren oder dem schweif beugen zu muessen ist gar nicht so einfach.
des weiteren habe ich mir die feierlichkeiten zum unabhängigkeitstag (geht aufs jahr 1918 zurück) angeschaut. es gab im stadtzentrum eine kleine militärparade und ein paar reden. natürlich wurden auch viele kränze niedergelegt. leider war es sehr kalt und nass!



an dieser stelle muss ein wetterbericht folgen: seit 2 wochen herrscht in polen die totale „waschküche“ und ich frage mich, ob das nun bis februar so bleiben wird. das wetter schlägt wirklich auf die stimmung, den ganzen tag ist es dämmrig und nass.
aber an diesem wochenende bin ich dem nebelmeer entflohen. meine gute freundin milena hat einen trip in die hohe tatra nach zakopane organisiert. den ort assoziiert man meist mit wintersport… mit dabei waren milenas freund thomas aus münster und falco und stefan aus berlin und sabina aus tschechien. Falco, stefan und sabina sind schon etwas eher abgereist aber ich wollte nicht so viele seminare verpassen und habe mich deshalb am Freitag mit milena, die bis zu diesem tag arbeiten muste auf den weg gemacht. es ging mit dem expressbus nach krakau. es war ein kleiner privatbus, der sich komplett füllte. ich durfte zumn glück vorn sitzen, somit hielt sich die reiseübelkeit in grenzen. nach füüüüüünf stunden waren wir dann da. weiter ging es 2 stunden lang und nun auch mit tomas, der nach krakau geflogen war, nach zakopane. nach etwa einer stunde fahrtzeit konnte ich auch schon schnee entdecken. in unserer herberge und im tief verschneiten zakopane angekommen , nahmen wir mit den anderen noch ein abendessen ein und gingen bald zu bett. ich habe mir mit stefan, falco und sabina ein recht großes 5mann-zimmer geteilt wir haben uns wirklich gut verstanden und sabina zu liebe auch hauptsächlich englisch gesprochen. ich habe jedenfalls gut geschlafen und als ich am nächsten tag aufstand war der blick aus dem fenster zum frühstueck einfach nur traumhaft. mit anderen worten: ruehrei mit wurst, brot und schwarzem tee im sonnenschein mit verschneiter bergkette.

stefan war unser fahrer. er hatte aber eine kleinwagen und wir waren zu sechst! wirklich unbequem, aber ein auto zu haben war trotzdem schoen. wir sind ein stueckchen gefahren und dann den ganzen tag gewandert. immer durch den schnee und wir kletterten auch auf einen berg der sehr sehr glatt und steil war. am ende des tages waren meine füße klitschnass und eiskalt da ich nur meine stiefel mitnehmen konnte.





wir sind also eingekehrt, da es in dem einen gasthaus eine kleine schlaegerei mit nasenbluten gab, wählte wir das andere und wurde mit seehr leckerem essen ( butterpilzsuppe!! … )und bergmusik belohnt. der gastwirt meinte, ich würde wie eine polin sprechen.. guter akzent und soo... und das essen war wirklich sooo toll!

nachdem wir uns jedenfalls in der herberge umgezogen hatten, machten wir uns auf den weg zu einer therme, die gleich in der nähe war. dort haben wir dann den abend verbracht. sehr sehr enstpannend!! sauna, pool, whirlpool… in letzterem ein interessantes system: ein großes wasserbecken mit verschiedenen massageanlagen. an der wand eine klingel. wenn diese alle 5 minuten läutet, wird im uhrzeigersinn der platz gewechselt, so kann man mit ein wenig geduld überall sitzen. naja und dann am Sonntag haben wir noch gut gefrühstueckt (schafskäse, kartoffelpuffer, kuchen… ) und sind dann nach krakau, haben dort noch ein bisschen rumgehangen und sind dann mit dem abendzug nach lublin zurück. zugfahren in polen ist toll: es gibt noch abteile und man kann die fenster runterschieben und sich nach draußen lehnen . und es ist so gemütlich!


(ich mit stefans tooooooller spiegelreflex und milena und sabina, schon fleißig am arbeiten im zug )
das war also mein wochenende. es war sehr schoen und ich wünschte, in lublin würde endlich mal wieder die sonne scheinen.
liebe grüße an alle, die es lesen!!!!!
steffi
ich habe ja sooo viele tolle fotos, da muessen einfach jetzt noch ein paar folgen. wenn man auf sie klickt werden sie ueberigens groeßer (an meine eltern : ))





(weichsel in krakau)

Sonntag, 1. November 2009

impressions

hier mal ein paar impressionen: spaziergang mit sabina aus tschechien am see und durch den wald und heute auf dem friedhof zu allerheiligen.








vor dem friedhof: ca. ein dutzend stände mit blumen und grablichtern.


und auf dem friedhof...







ein polnischer supermarkt.. alles durcheinander, man weiß nie, was man findet.. z.b. fischstäbchen als einzelstücke : )

oder osterhasen ...