ich melde mich mal wieder, um von meinem wochenende zu berichten. zuvor ein kleiner überblick: die letzten zwei wochen an sich waren sehr „polnisch“ ; ). Ich habe den studentischen reiterhof besucht. eine meiner jetzigen komilitoninen, die mal an meiner HS in zittau erasmusstudentin war, hat mich lieber weise mitgenommen. das wetter war schlecht und der boden schlammig aber mir war es ganz egal: ich durfte pferde von der weide in den stall führen, sie anschließend tränken und füttern und dann einen schimmel namens „Sad“ (im woerterbuch habe ich nur „garten“ als übersetzung gefunden.. ) striegeln, satteln und reiten. natürlich an der longe… aber teilweise freihändig und ohne steigbügel. und sich dann auch noch auf dem trabenden pferd zu den ohren oder dem schweif beugen zu muessen ist gar nicht so einfach.
des weiteren habe ich mir die feierlichkeiten zum unabhängigkeitstag (geht aufs jahr 1918 zurück) angeschaut. es gab im stadtzentrum eine kleine militärparade und ein paar reden. natürlich wurden auch viele kränze niedergelegt. leider war es sehr kalt und nass!
an dieser stelle muss ein wetterbericht folgen: seit 2 wochen herrscht in polen die totale „waschküche“ und ich frage mich, ob das nun bis februar so bleiben wird. das wetter schlägt wirklich auf die stimmung, den ganzen tag ist es dämmrig und nass.
aber an diesem wochenende bin ich dem nebelmeer entflohen. meine gute freundin milena hat einen trip in die hohe tatra nach zakopane organisiert. den ort assoziiert man meist mit wintersport… mit dabei waren milenas freund thomas aus münster und falco und stefan aus berlin und sabina aus tschechien. Falco, stefan und sabina sind schon etwas eher abgereist aber ich wollte nicht so viele seminare verpassen und habe mich deshalb am Freitag mit milena, die bis zu diesem tag arbeiten muste auf den weg gemacht. es ging mit dem expressbus nach krakau. es war ein kleiner privatbus, der sich komplett füllte. ich durfte zumn glück vorn sitzen, somit hielt sich die reiseübelkeit in grenzen. nach füüüüüünf stunden waren wir dann da. weiter ging es 2 stunden lang und nun auch mit tomas, der nach krakau geflogen war, nach zakopane. nach etwa einer stunde fahrtzeit konnte ich auch schon schnee entdecken. in unserer herberge und im tief verschneiten zakopane angekommen , nahmen wir mit den anderen noch ein abendessen ein und gingen bald zu bett. ich habe mir mit stefan, falco und sabina ein recht großes 5mann-zimmer geteilt wir haben uns wirklich gut verstanden und sabina zu liebe auch hauptsächlich englisch gesprochen. ich habe jedenfalls gut geschlafen und als ich am nächsten tag aufstand war der blick aus dem fenster zum frühstueck einfach nur traumhaft. mit anderen worten: ruehrei mit wurst, brot und schwarzem tee im sonnenschein mit verschneiter bergkette.
stefan war unser fahrer. er hatte aber eine kleinwagen und wir waren zu sechst! wirklich unbequem, aber ein auto zu haben war trotzdem schoen. wir sind ein stueckchen gefahren und dann den ganzen tag gewandert. immer durch den schnee und wir kletterten auch auf einen berg der sehr sehr glatt und steil war. am ende des tages waren meine füße klitschnass und eiskalt da ich nur meine stiefel mitnehmen konnte.
wir sind also eingekehrt, da es in dem einen gasthaus eine kleine schlaegerei mit nasenbluten gab, wählte wir das andere und wurde mit seehr leckerem essen ( butterpilzsuppe!! … )und bergmusik belohnt. der gastwirt meinte, ich würde wie eine polin sprechen.. guter akzent und soo... und das essen war wirklich sooo toll!
nachdem wir uns jedenfalls in der herberge umgezogen hatten, machten wir uns auf den weg zu einer therme, die gleich in der nähe war. dort haben wir dann den abend verbracht. sehr sehr enstpannend!! sauna, pool, whirlpool… in letzterem ein interessantes system: ein großes wasserbecken mit verschiedenen massageanlagen. an der wand eine klingel. wenn diese alle 5 minuten läutet, wird im uhrzeigersinn der platz gewechselt, so kann man mit ein wenig geduld überall sitzen. naja und dann am Sonntag haben wir noch gut gefrühstueckt (schafskäse, kartoffelpuffer, kuchen… ) und sind dann nach krakau, haben dort noch ein bisschen rumgehangen und sind dann mit dem abendzug nach lublin zurück. zugfahren in polen ist toll: es gibt noch abteile und man kann die fenster runterschieben und sich nach draußen lehnen . und es ist so gemütlich!
(ich mit stefans tooooooller spiegelreflex und milena und sabina, schon fleißig am arbeiten im zug )
das war also mein wochenende. es war sehr schoen und ich wünschte, in lublin würde endlich mal wieder die sonne scheinen.
liebe grüße an alle, die es lesen!!!!!
steffi
ich habe ja sooo viele tolle fotos, da muessen einfach jetzt noch ein paar folgen. wenn man auf sie klickt werden sie ueberigens groeßer (an meine eltern : ))
Wow, sooo genial! Eine so schöne Schneelandschaft und die Berge und das Wetter und überhaupt... :)
AntwortenLöschenDich kann man nur beneiden in dieser Situation!!!
ja, aber jetz bin ich wieder in lublin und muss sehr schlechtes wetter ertragen. ich hasse diesen monat!
AntwortenLöschenAlso hier ist es ja vergleichsweise warm - erst heute wieder bin ich fast den ganzen Tag ohne Jacke, nur im Pullover, gelaufen, weil es so warm war.
AntwortenLöschenAuch in Deutschland herrscht zurzeit einer der wärmsten November überhaupt, wobei die dort wenigstens schon mal Schnee hatten, was hier ja immer noch ausbleibt...
Wahrscheinlich muss man geduldig sein! ;)